Allerheiligen 2020:

 
Corona hat uns noch immer fest im Griff. Deshalb gilt folgende Regelung für den Pfarrverband Landau:
 
Das Allerheiligenfest fällt dieses Jahr auf einen Sonntag. Deshalb gilt die normale Sonntagsgottesdienstordnung im Pfarrverband:
 
# Vorabendgottesdienst in Kammern (18.00 Uhr),
# Gottesdienste am Sonntag in St. Maria (8.30 Uhr und 10.30 Uhr),
# Zeholfing (9.00 Uhr) und
# St. Johannes (10.00Uhr).
 
Bei jedem Gottesdienst dürfen die Gottesdienstbesucher eigenes Weihwasser mitbringen, das vom jeweiligen Geistlichen gesegnet wird. Ein öffentlicher Gräberumgang wird auf keinem unserer fünf Friedhöfe stattfinden. Stattdessen sind die Gläubigen eingeladen, in den Pfarrkirchen Gebets- und Andachtstexte abzuholen, mit ihren Angehörigen zu einer ihnen passenden Zeit den Friedhof zu besuchen und dort ihrer Verstorbenen zu gedenken. Bei den Gottesdiensten wird auch abgefülltes Weihwasser zum Verkauf angeboten. Um Menschenansammlungen zu verhindern, werden zu einem geheimen Zeitpunkt unsere Geistlichen die Gräber segnen. Vielleicht begegnen Sie ja zufällig einem unserer Seelsorger bei Ihrem Friedhofsbesuch.
 
Aktualisierung vom 19. Oktober 2020:
Trotz der bayernweiten Erlaubnis, Gottesdienste im Freien zu feiern, verzichten wir dieses Jahr auf den öffentlichen Gräberumgang auf unseren fünf Friedhöfen. Wir können die Abstandsregelungen, die dafür vorgesehen sind, vor allem beim Betreten und Verlassen der Friedhöfe nicht garantieren bzw. einhalten und wollen keine Friedhofsbesucher gefährden. Wir bitten um Verständnis!
 
Wir freuen uns, wenn Sie einen der oben genannten Gottesdienste mit uns mitfeiern. Weitere Gottesdienste zu Allerseelen finden Sie in Kürze auf unserer Homepage. Bleiben Sie gesund!
 

Aktuelles aus unserem Pfarrverband!

vom 01.10.2020

 

Erntedank

 

Ich liebe das Erntedankfest! Unsere Kirchen sind dann reichlich mit Gaben geschmückt: Blumen, Kohl, Kartoffeln und allerlei Gemüse, Obst, Korn und vieles mehr. Alles empfangen wir. Ich stelle das staunend fest. Mit großen Augen.

Dass gesät und geerntet wird, bekommen wir oft kaum mit. Selbst, wenn nicht weit von uns ein Acker ist. Wir rümpfen dann nur die Nase, wenn gejaucht wird. Ansonsten: Wir zahlen an der Kasse, bar oder, vor allem nun in „Corona-Zeiten“, kontaktlos mit der Karte und Engpässe sind in unserem Weltbild nicht vorgesehen - gehungert wird anderswo. Supermärkte, Einkaufszentren entstehen - und ganz viele Angebote flattern uns mit der Zeitung ins Haus.

Gott lädt uns ein das Staunen wieder zu lernen - und achtsam mit den Dingen umzugehen, die selbstverständlich geworden sind. Denn es gibt zwar Saatgutforschung, aber Saatgut wird nicht gemacht - es gibt hochtechnische Mähdrescher, aber die Ernte wird nicht gemacht. Wir säen und wir ernten - als Beschenkte. Dieser Blick ist zwar ungewöhnlich, weil für alles gezahlt wird, aber wie wollen wir denn nennen, was wir einsetzen, aber nicht in der Hand haben? Nur als Beschenkte, können wir auch "danke" sagen. Wer Ansprüche hat, kann allenfalls klagen.

Während wir unsere Möglichkeiten abwägen, Pläne und Karrieren schmieden, Erreichtes und noch nicht Erreichtes bilanzieren, werden uns von Jesus in der Bibel, mit der größten Selbstverständlichkeit, Vögel und Lilien aufgezeigt: Seht euch die Vögel des Himmels an! Lernt von den Lilien auf dem Feld! Es könnte sein, dass wir größere Lehrmeister nicht finden - und auch nicht brauchen.

Jesus will uns so auch die Sorge nehmen, unser Leben selbst abzusichern. Sorgt nicht, sagt er. Denn wer sich allzu sehr sorgt, verliert gern den Kopf. Wir fühlen uns als Versager. Und dann kommt oft noch Zweifel und Angst dazu. Wir spüren, wie es um uns eng wird.

Ich weiß, dass für viele Menschen die Sorgen ständige Begleiter sind. Es gibt auch Armut und Not unter uns. Bei Kindern - und auch bei alten Menschen. Zunehmend. Und oft ist nicht allein die Geldnot, die schlimmste Armut. Ob die Vögel unter dem Himmel und die Lilien auf dem Felde da trösten? Auf jeden Fall sind sie ein Ansporn und - manchmal - auch ein Stachel im Fleisch.

Ich wünsche Ihnen, dass sie das Staunen nicht verlernen und ganz im Gegenteil es wieder neu für sich entdecken. Das Staunen über die alltäglichen Dinge und die damit verbundene Dankbarkeit gegenüber Gott und unseren Mitmenschen, vor allen auch den Bauern und allen, die sich für eine nachhaltige Ernte auf unserer Welt einsetzen.

 

Kaplan Peter Kunz